Meine Festrede zum 25-jährigen Bestehen des VN-Ausbildungszentrums der Bundeswehr in Hammelburg: Pionier in Friedenstüchtigkeit

Das deutsche Peacekeeping Training Center hat international einen besten Ruf + ist weltweit vernetzt – auch heute!

Das deutsche Peacekeeping Training Center: Pionier in Friedenstüchtigkeit –  Festrede beim Appell zum 25-jährigen Bestehen des VN-Ausbildungszentrums der Bundeswehr in Hammelburg am 21.09.2024, Winfried Nachtwei, MdB a.D. (25.09.2024) (Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei )

Vorbemerkungen: Das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum der Bundeswehr (VNAusbZBw) ist neben der Infanterieschule der Bundeswehr in der Saaleck-Kaserne oberhalb Hammelburg (zwischen Fulda und Würzburg) stationiert. Auf der „Fähnrichswiese“ ist das Stammpersonal des Zentrums zum Appell angetreten. Unter den Gästen sind viele Angehörige, Ehemalige, darunter Oberst a.D. Uhrig und Oberst a.D. Barz als vorherige Kommandeure, viele Bürgermeister, Mandatsträger, darunter auch der örtliche SPD-MdB, die Brigadegenerale Feldmann, stv. Kommandeur des Ausbildungskommandos des Heeres, und Bernhard Schneider, Geschäftsführer der Heeresinstandsetzungslogistik, Vertreter der Kooperations-partner Polizei, Zentrum Internationale Friedenseinsätze (ZIF) und internationale Gäste. Zeitgleich findet in New York der UN-Zukunftsgipfel mit 130 Staats- und Regierungschefs statt. Der unter deutscher und namibischer Federführung ausgehandelte Grundsatzpakt für eine Erneuerung der internationalen Ordnung wurde am 23. September nach vorübergehender russischer Blockade vom Zukunftsgipfel angenommen.

Nach dem Einmarsch des Heeresmusikkorps Veitshöchheim und der Ehrenformation mit Truppenfahne schreitet der Kommandeur, Oberst Werner Klaffus, mit mir als Ehrengast die Front der angetretenen Soldatinnen und Soldaten ab. Nach der Begrüßungsrede des Kommandeurs und des Bürgermeisters der Patenstadt Karlstadt Michael Hombach halte ich auf Einladung des Kommandeurs die Festrede. Es ist mein zehnter Besuch beim deutschen Peacekeeping Training Center seit 1996.(Ergänzungen gegenüber dem frei gesprochenen Wort kursiv.)

Guten Tag Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des

Vereinte-Nationen-Ausbildungszentrums der Bundeswehr und ihre Angehörigen, Sehr geehrte Gäste und Ehemalige, Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aus Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, bin ich sehr gern nach Hammelburg, dem Standort für wehrhaften und gemeinsamen Frieden gekommen.

Vor wenigen Tagen besuchten wir mit dem Beirat Innere Führung das deutsche Kontingent der NATO-Battlegroup (enhanced Foward Presence/eFP) und das Vorkommando der künftigen deutschen Panzerbrigade 45 in Litauen. Dort ist die „Zeitenwende“ besonders zu spüren, die mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine über Europa hereinge-brochen ist: Nach jahrzehntelanger sowjetischer Okkupation sind dort die Bedrohungsängste besonders begründet und Konsens. Vor diesem Hintergrund ist auch die Wehrbereitschaft in der litauischen Gesellschaft sehr viel breiter verankert als in Deutschland.

Schub für VN-Peacekeeping

Vor 35 Jahren erlebte Europa eine ganz andere Zeitenwende. Die Sowjetunion zerfiel. Völker wie die im Baltikum konnten ihre nationale Unabhängigkeit ganz ohne Gewalt erringen. Der Ost-West-Konflikt löste sich auf. Dauerhafter Frieden schien in Europa möglich zu werden. Zugleich gerieten aber innerstaatliche Gewaltkonflikte anderswo in den Blick. Die Vereinten Nationen wurden in ihrer Kernaufgabe Friedenssicherung handlungsfähiger.

Vor diesem Hintergrund entstanden 1993/94 in der VII. und IX. Inspektion der Infanterieschule der Bundeswehr in Hammelburg erste Einheiten zur Ausbildung von VN-Kontingenten. 1996 besuchte ich mit dem Verteidigungsausschuss des Bundestages erstmalig die hiesige Ausbildung. Mir begegnete ein Militär, wie es in meinem damaligen Weltbild nicht vorkam: Soldaten, die im VN-Auftrag Gewalteskalation und Kriegsgewalt verhindern und nicht Feinde militärisch niederkämpfen sollten.

Einige Monate später standen wir mit einer Delegation meiner Fraktion im kriegszerstörten Bosnien am Hang über Sarajevo. Jahrelang hatten wir über die Medien von der mörderischen Belagerung Sarajevos mir rund 10.000 Toten erfahren, zum großen Teil Zivilisten. Aber erst am Tatort der Massenverbrechen wurde auch für uns Gegner von Out-of-Area-Einsätzen die Einsicht unausweichlich: Es gibt Situationen, wo zum Schutz von Zivilbevölkerung vor Massengewalt der Einsatz militärischer Gewalt notwendig, legitim und verantwortbar sein kann. Das war die erste Schlüsselerfahrung. Die zweite brachte die Begegnung mit dem deutschen SFOR-Kontingent unter General Riechmann, das in Bosnien professionell und überzeugt das umsetzte, was es in Hammelburg gelernt hatte. Die dritte Schlüsselerfahrung war schließlich die Erkenntnis: Friedenssicherung und Peacekeeeping schafft keiner allein: Kein Land, kein Diplomat, keine Truppe, kein Ressort, keine Friedensorganisation. Es geht nur vernetzt und multidimensional.

Ausbildungsschwerpunkte

Vor zehn Jahren machte die Ausbildung der Kontingente von KFOR, ISAF und anderen Einsätzen den größten Teil der Lehrgangsteilnehmer am VNAusbZBw aus. Bei mehr als 40 Besuchen in Einsatzgebieten der Bundeswehr bin ich vielen von ihnen begegnet. Ihre Professionalität, ihre Einsatzbereitschaft, ihr Verhalten gegenüber den Einheimischen waren überzeugend.

Inzwischen gibt es keine Kontingentausbildung im größeren Stil mehr. Stattdessen laufen Lehrgänge zur Allgemeinen soldatischen Ausbildung (ASA) und als Einsatzvorbereitung für zivile Mitarbeiter der Bundeswehr und eine nationale Einsatzausbildung von Soldaten der Streitkräftebasis (ELUSA). Zwei Ausbildungsschwerpunkte sind in Bundeswehr und Deutschland einzigartig und werden schon von Anfang an betrieben:

Das Hostile Enviroment Awareness Training (HEAT) und die Militärbeobachterausbildung.

– HEAT: Hier werden Angehörige des Auswärtigen Amtes, Mitarbeiter:innen der GIZ, des ZIF u.a. in praktischen Übungen auf kritische Situationen in Konfliktgebieten vorbereitet, z.B. die Szenarien Checkpoint, Beschuss und nach Beschuss, Geiselnahme. Erreicht wird dadurch Handlungsfähigkeit und Verhaltenssicherheit in Risikosituationen. Bei der Station Checkpoint/Verhalten unter und nach Beschuss, erlebte ich, wie klar und präzise der ausbildende Oberstabsfeldwebel das Verhalten in der kritischen Situation mit seiner Gruppe auswertete. Für die Entsandten (Sekundierten) des ZIF sind diese Trainings verpflichtend. Die ZIF-Geschäftsführerin Astrid Irrgang berichtete mir, HEAT finde bei den Sekundierten hohe Wertschätzung und Dankbarkeit, die Ausbilder:innen machten einen „top job“.

Militärbeobachterausbildung (UN Military Observer Course/DEU UNMOC, auch Military Expert on Mission) für die VN und andere internationale Organisationen: Militärbeobachter sind Augen und Ohren von VN-Missionen. Sie überwachen Waffenstillstände, halten Kontakt zu allen Konfliktparteien, sammeln umfassend Informationen für das Lagebild der Missionsführung. Sie sind unparteiisch, unbewaffnet (höchstens eine Pistole zum Selbst-schutz) und interkulturell kompetent. Mit ihrem kommunikativen und diplomatischen Geschick durchstehen sie Konfliktsituationen und können gelegentlich auch Konflikte schlichten. Als einzige Deutsche agieren sie in kleinen multinationalen Teams, fernab von Sanitätsstationen, geschweige einem „deutschen Kreiskrankenhaus“, in konfliktträchtigem Umfeld und weitgehend auf sich gestellt. (Deshalb durchlaufen die Lehrgangsteilnehmer auch eine erweiterte Sanitätsausbildung.)

Solche Militärbeobachter sind eine Hochwertfähigkeit, regelrecht eine andere Art von Spezialkräften – Peacekeeping Spezialkräfte. Deutschland ist das einzige Land weltweit, das Train-the-Trainer-Lehrgänge für Militärbeobachter anbietet.

Der Frauenanteil bei Militärbeobachtern liegt bei einem niedrig-einstelligen Prozentsatz. Die Bundesregierung bot inzwischen allen Nationen zwischenzeitlich viermal die kostenlose Teilnahme von weiblichen Offizieren am Militärbeobachter-Lehrgang in Hammelburg an. Das internationale Echo war bestens.

Vernetzung und Kooperationen

„Keiner schafft`s allein“: Seit mehr als 15 Jahren wirken das VNAusbZBw, die Führungs-akademie der Bundeswehr, drei polizeiliche Ausbildungsstätten der Länder und des Bundes und das ZIF in einer Trainingspartnerplattform zusammen – in gemeinsamen Trainingskursen zu acht verschiedenen Themen, im Austausch von Teilnehmenden und regelmäßigem Dialog. Das fördert enorm die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Wer kann was am besten? (Diese ressortübergreifende Trainingsplattform gilt als weltweit einzigartig.)

Das VNAusbZBw ist aktives Mitglied internationaler Netzwerke von Peacekeeping Training Centers: des „4 Peace Central Europe“/4-PCE-Verbundes mit den Niederlanden, Österreich und der Schweiz als Herzstück (seit 2010 mit der Abschlussübung „Blue Flag“ am Bodensee, die vertiefte Kooperation ist weltweit einzigartig); Mitglied der Peacekeeping-Netzwerke auf globaler und europäischer Ebene, Beobachter der Netzwerke in Lateinamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.

Wo die geopolitischen Spannungen weltweit zunehmen und die Staaten“gemeinschaft“ auseinanderdriftet, ist der fortgesetzte Austausch der Peacekeeping-Praktiker besonders wertvoll. (Das Peacekeeping scheint noch ein kleinster gemeinsamer Nenner zu sein.)

Peacekeeping im Gegenwind

Die politische Großwetterlage erschwert Peacekeeping und Internationales Krisenmanage-ment insgesamt:

– Die teilweise Blocklade des VN-Sicherheitsrates (der aber immer noch viel mehr schafft, als allgemein wahrgenommen wird),

– der Rauswurf von MINUSMA aus Mali,

– der russische Angriffskrieg in Europa, der die Wiederherstellung von Verteidigungsfähigkeit zur ersten Priorität hat werden lassen.

Trotz alledem: Internationales Krisenmanagement und VN-Peacekeeping bleiben unverzichtbar:

Die Konfliktgebiete, die Friedenssicherung durch Peacekeeping brauchen, sind wahrlich nicht weniger geworden. Und ohne die Friedenstüchtigkeit der Peacekeeprer am Boden würden viele Konfliktländer ins totale Chaos abstürzen. (Sie sind oft das letzte Netz. Das erinnert an das Zitat des zweiten VN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld, die VN seien nicht dafür geschaffen worden, den Himmel auf Erden zu schaffen, sondern die Hölle auf Erden zu verhindern.)

Ein gutes Zeichen ist, dass im Mai 2025 das nächste Peacekeeping Ministerial (Ministertreffen) der Außen- und Verteidigungsminister mit 120 Delegationen in Berlin stattfinden wird.

Wertschätzung

Das VNAusbZBw hat international den besten Ruf. Es steht in Ausbildung und Training im internationalen Vergleich ganz vorne. Es kann sich vor Anfragen kaum retten. Seit 2007 wurde das VNAusbZBw alle fünf Jahre vom Departement for Peacekeeping Operations der VN immer wieder zertifiziert.

In 30-jähriger Begleitung der deutschen Beiträge zu internationalen Kriseneinsätzen bin ich zu dem Ergebnis gekommen: Das VNAusbZBw ist ein Diamant deutscher Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik!

Das ist das Verdienst der früheren und heutigen Kameraden und Kameradinnen des Zentrums und ihrer Kommandeure. Sie können stolz auf Ihre Leistung sein.

Die deutsche Gesellschaft und Politik kann stolz auf Ihre Leistung sein. Und das sollte auch die hohe Politik in Berlin zum Ausdruck bringen.

(Seit 2013 ehren alljährlich die Minister:innen des Auswärtigen, der Verteidigung und des Inneren beim Tag des Peacekeeping in Berlin stellvertretend je drei Peacekeeper in militärischer, in polizeilicher Uniform und Zivil und stellen sie vor.)

Ganz herzlichen Glückwunsch und kräftigen Dank für Ihre 25-jährige Peacekeeper-Leistung!

Für die Zukunft wünsche ich Ihnen

– Klare und erfüllbare Aufträge!

– Alles Soldaten-, Ausbilder- und Einsatzglück!

– Allen Entsandten gesunde Rückkehr!

Ich danke Ihnen.

Nachbemerkungen

Nach dem Appell hält Oberst Klaffus im Hörsaal 1005 einen lebhaften und erfahrungsreichen Vortrag zur Entstehung der VN-Ausbildung im April 1993 an der Infanterieschule sowie der Indienststellung des VN-Ausbildungszentrums der Bundeswehr am 27. Oktober 1999 und die weitere Entwicklung des Peacekeeping-Zentrums und seiner Schwerpunkte bis heute. Seit 1991 beteiligte sich die Bundeswehr an mehr als 30 Einsätzen bewaffneter Streitkräfte mit über 500.000 Soldaten und Soldatinnen. Im Juni 2002 standen 10.024 im Einsatz, heute rund 2.000 in 18 Einsätzen (einschließlich einsatzgleichen Verpflichtungen) auf drei Kontinenten. Seit 2024 ist die Bundeswehr an keiner großen Stabilisierungsmission mehr beteiligt, KFOR hat aber wegen der Spannungszunahme um das Kosovo wieder an Bedeutung gewonnen. Ein besonderer Leuchtturm der Ausbildungskooperation ist immer wieder die 4-PCE-Übung Blue Flag, an der zuletzt Instruktoren und Lehrgangsteilnehmer aus 57 Nationen teilnahmen.

Parallel und anschließend läuft ein Parallelprogramm mit statischer Fahrzeugschau, Gefechtslage/Verwundetenversorgung, Leben im Felde)

Leider können inzwischen Medienschaffende nicht mehr an den HEAT-Kursen teilnehmen, obwohl der Bedarf weiter gestiegen ist. Aber die zuständige Berufsgenossenschaft zog sich zurück und es fand sich kein anderer Kooperationspartner.

Die Wiederbegegnung mit vielen Bekannten, Kolleginnen und Kollegen aus der Peace-keeping-Community, mit Offizieren, Polizisten, Angehörigen des ZIF ist eine große Freude. Zufällig lerne ich zwei Pioniere des Zentrums kennen: OTL a.D. Ulrich Bucher, erster Chef der Peacekeeping-Inspektion der Infanterieschule und sehr einsatzerfahren, und OTL a.D. Ulrich Feldmann, erster (bei einer erfahrenen VN-Nation) ausgebildeter deutscher Militär-beobachter.

Das VNAusbZBw ist in Deutschland  d e r  Pionier auf dem Feld der operativen Gewaltverhü-tung und Krisenprävention bei innerstaatlichen Konflikten. Dass es den anderen Akteuren auf diesem Feld (ZFD, ZIF) um etliche Jahre voraus war, ist wenig bewusst. Es ist und bleibt ein Kompetenzzentrum für Peacekeeping, ressortübergreifende und internationale Zusammen-arbeit bei innerstaatlichen Gewaltkonflikten sondergleichen. Das verdient auch das sichtbare Interesse und die Wertschätzung seitens der Hochebenen von BMVg, Bundeswehr und Fachausschüssen des Bundestages.

 

Weitere Beiträge

– Bericht vom letzten Tag des Pecekeeping am 29. Mai 2024, https://domainhafen.org/2024/07/10/tag-des-peacekeeping-2024-internationales-krisenmanagement-und-friedenseinsaetze-sind-weiterhin-nicht-ueberholt/

– Bericht vom meinem 9. Besuch des VNAusbZBw im März 2024 unter https://domainhafen.org/2024/04/10/un-ausbildungszentrum-der-bundeswehr-in-hammelburg-in-un-unfriedlichen-zeiten-mein-9-besuch/

– Fo(u)r Peace Central Europe, https://de.wikipedia.org/wiki/Fo(u)r_Peace_Central_Europe https://de.wikipedia.org/wiki/Fo(u)r_Peace_Central_Europe

– Handlungshilfe UNMOC SanSpez, erstellt durch VNAusbZBw, OStFw Palm, Februar 2023, DIN-A-6, 82 S.

– Berichte von Besuchen in Hammelburg 1996, 2005 und 2013, http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1237

– „Der Peacekeeping-General: Wegweiser in Zeiten des Umbruchs“, mein Beitrag in „Des Friedens General: Manfred Eisele – vom Kriegsflüchtling zum obersten Blauhelm“, hrg. von Ekkehard Griep zu seinem 75. Geburtstag, Herder Freiburg 2013,

http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1225

– DGVN: UN-Friedensmissionen: https://frieden-sichern.dgvn.de/friedenssicherung/un-friedensmissionen

– ZIF-Jahresbericht 2023, https://www.zif-berlin.org/news/130524-zif-jahresbericht-2023-veroeffentlicht

– Summit oft he Future, Pact for the Future, Global Digital Compact, and Declaration on Future Generations, beschlossen von der VN-Generalversammlung am 23.09.2024, mit 15 Actions zu Peace and Security, https://www.un.org/sites/un2.un.org/files/sotf-pact_for_the_future_adopted.pdf

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