Meine Friedenswochen März – April 2026 Aktivitäten

Meine Friedenswochen März – April 2026 Aktivitäten

30 Jahre Pro Peace, Schüler-Demos + Streitgespräch zu Wehrdienst, 16 Jahre Karfreitagsgefecht, KFOR-Besuch, Neufassung Krisenleitlinien, Iran-Krieg, Beirat Innere Führung, Feier zu meiner Langstrecke 1946-2026, Holodomor-Ausstellung, Junge Botschafter der Erinnerung

 

Meine Friedenswochen / Aktivitäten Januar – Februar 2026, Meine Friedenswochen November – Dezember 2025, https://domainhafen.org/category/friedens-sicherheitspolitik/ , Meine Friedenswochen August – Ende Oktober 2025, https://domainhafen.org/category/friedens-sicherheitspolitik/page/2/ Meine Friedenswochen Juni/Juli 2025, https://domainhafen.org/category/friedens-sicherheitspolitik/page/3/

März

05.03. Zweite Schüler-Demo in Münster gegen Wehrpflicht „und alle Zwangsdienste“. Dieses Mal stelle ich Teilnehmer:innen Fragen suche das Gespräch, einzelne Auseinandersetzungen. Bericht unter www.domainhafen.org

Jubiläum 30 Jahre Pro Peace /Forum Ziviler Friedensdienst: „4 Jahre Zeitenwende. Wie kann Frieden wieder wachsen?“ Impuls- und Dialogabend im VHS Forum Köln: Vertreter:innen von Partnerorganisationen aus der Ukraine und Israel/Palästina machen anschaulich und überzeugend deutlich, dass zivilgesellschaftliche Friedensarbeit unter Kriegs- und Gewaltbedingungen notwendig, möglich und wirksam ist. Es ist Graswurzelarbeit von strategischer Bedeutung!!! Bericht mit Texten zum Werdegang des Zivilen Friedensdienstes seit 1994 unter www.domainhafen.org

09.03. Mit Kolleg:innen des Beirats Innere Führung Besuch der Rede von Verteidigungsminister Boris Pistorius zum Stellenwert der Inneren Führung im Zentrum Innere Führung in Koblenz, vorher kurze Begegnung mit ihm

10.03. Virtuelle Besprechung des Vorbereitungsteams der Afghanistan-Tagung von Villigst

11.3. Facebook-Post zum Wahlerfolg von Cem Özdemir bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg: Bilder von Begegnungen mit dem MdB-Kollegen 2009 bei einer Demo in der Kyritz-Ruppiner Heide, 2012 bei einem Wahlkampfauftritt in Münster und in den letzten Jahren im Vorstand von „Gegen vergessen – für Demokratie“.

Bericht zur Schüler-Demo am 5. März auf www.domainhafen.org

Teilnahme an der Kreismitgliederversammlung der Grünen in Münster (Vorstandswahlen)

15.03. Interview der Schülerinnen Helene und Mia aus Berlin mit mir über die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten für ihr Referat im Politik-Leistungskurs in der Jahrgangsstufe 11

16.03. Interne Sitzung des Beirats Zivile Krisenprävention und Friedensförderung AA: u.a. Arbeitspapier Leitlinien und strategische Ausrichtung des Beirats

17.03. Gemeinsame Sitzung des Beirats mit dem Ressortkreis Krisenprävention im Institut für Auslandsziehungen (ifa): Rückblick Münchener Sicherheitskonferenz; Strukturreformen AA und BMZ; aktueller Stand GSAP, Krisenleitlinien.

18.03. Letztes Intensiv-Interview mit L. C. zu unserem Buchprojekt am Humboldt-Hafen. Zweistündiges Gespräch mit Sara Nanni, MdB und sicherheitspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion (meine Nach-Nach-Nachfolgerin) über aktuelle sicherheitspolitische Fragen

19.03., 18:30-20:00 Uhr Virtuelles Streitgespräch in der Reihe „4 Jahre Zeitenwende“ von Pro Peace: „Zurück in die Zukunft: Mach der Wehrdienst uns sicherer?“ mit Sandra Klaft, Projektleite-rin Peace for Future, Jeannine Melssen, Landesschülervertretung NRW, und mir, moderiert von Christoph Bongard, 34 Teilnehmer:innen.

20.03. Teilnahme am erstmaligen Gedenkmarsch der grünen MdB im Verteidigungsausschuss und ihren Mitarbeiter:innen für die gefallenen Soldaten des „Karfreitagsgefechts“ von 2010 von der Friedenskirche im Park Sanssouci / Potsdam zum Wald der Erinnerung in der von-Tresckow-Kaserne des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Dort äußerst eindringliche Führung durch einen Stabsfeldwebel (fünf Einsätze, 1.053 Einsatztage). Am 4. April gepostet auf Facebook und Linkedin mit Infos zu den 16K3-Gedenkmärschen bundesweit und im Kosovo.

21.03. Individuelle Verschickung der Einladungen zur Feier meines 80. Geburtstages (15. April) am 19. April im A2 am Münsteraner Aasee an ca. 100 Personen. Mein mulmiges Gefühl wandelt sich in Vorfreude.

22.03. Fertigstellung meiner achtseitigen „Anregungen zur Neufassung der Krisenleitlinien der Bundesregierung“ und Weiterleitung an die Beiratsvorsitzenden. (In Fortsetzung meiner Beiträge zum Aktionsplan 2004, zu den Umsetzungsberichten, zu den Leitlinien 2017 und zu den Chancen und Grenzen ziviler Konfliktbearbeitung angesichts gewaltbereiter Autokraten, https://domainhafen.org/category/zivile-friedensfoerderung/ )

24.03. Virtuelle Sitzung der AG Bundeswehr in der BAG Frieden & Internationales der grünen Bundespartei: Schwerpunktthema „Der Iran-Krieg und der Krieg am Golf“. Unser AG-Mitglied Omid A. gibt einen sehr kundigen Input zu soziokulturellen und militärischen Aspekten des Krieges. (Er hat Iran-Wissenschaften studiert, war interkultureller Einsatzberater und ist Regionalexperte für Afghanistan, Iran und Sahelzone.) 30 Anwesende.

25.-27.03. Mit dem Beirat Innere Führung Besuch des deutschen KFOR-Einsatzkontingents in Prishtina. Gespräche mit dem Kommandeur des 73. Kontingents, Oberst i.G. Radtke, mit dem Direktor NALT, Brigadegeneral Dr. Sven Lange, mit Vertrauenspersonen, dem Militärgeistlichen und Briefing durch den deutschen Gesandten bei einem Abendessen auf Einladung der Deutschen Botschaft.

Persönlich treffe ich mit deutschen Expert:innen zusammen, die vom Zentrum Internationale Friedenseinsätze (ZIF) im Auftrag der Bundesregierung an internationale Organisationen sekundiert sind: ein längeres Gespräch mit dem Chef des Stabes der EU-Rechtsstaatsmission EULEX und dem Operational Legal Advisor von NALT sowie ein abendlicher Austausch mit der stellvertretenden Leiterin der OSCE-Mission (der beeindruckenden Friedenspraktikerin war ich zweimal in Berlin begegnet, zuletzt beim Tag des Peacekeeping 2025), einer OSCE-Mitarbeiterin des Conflict Prevention Center / Mediation Support in Wien und einem Forensik-Experten bei EULEX.

Seit Oktober 1999 ist es nun mein 15. Besuch im Kosovo. Zuletzt war ich 2021 und 2019 vor Ort. Damals hatte ich die Gelegenheit, vor den Angehörigen des kleinen deutschen Kontingents über „20/22 Jahre KFOR“ zu referieren. Seitdem sind in der Hauptstadt auffällig viele Hochhäuser in den Himmel gewachsen. Auf dem Boulevard „Mutter Teresa“ erinnern Schautafeln an die 49 Massaker serbischer Kräfte an Zivilpersonen 1998/99 (Opferzahlen meist Dutzende, acht über 100, in dem Dorf Meja Korenica am 27.04.1999 349). ( https://www.boell.de/de/2025/04/03/geht-doch-zu-clinton-ein-kosovarischer-historiker-rekonstruiert-die-massaker-des-kosovo )

31.03. Vortrag beim Regionalkreis Südwest der Clausewitz-Gesellschaft über „Sicherheitsvorsorge als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ auf Einladung von Generalmajor a.D. Christian Millotat im Bildungszentrum der Bundeswehr in Mannheim. Hier habe ich zuletzt 2019 über „Die Einsätze der Bundeswehr: Bilanz, Erfahrungen Schlussfolgerungen“ referiert.

April

02.04. Im Kontext des Beirats Innere Führung/AG Bundeswehr und Gesellschaft Gespräche an der Bundeswehr-Uni in Hamburg (HSU) mit dem Uni-Präsidenten Prof. Beckmann und leitenden Offizieren, mit Disziplinarvorgesetzten der Stufen I-III des Studierendenbereichs und mit Vertrau-enspersonen, Leitern von AG`en, Sprecher Stud. Konvent und Gleichstellungsbeauftragter Mil.

03.04. auf www.facebook.com/winfried.nachtwei + https://www.linkedin.com/in/winfried-winni-nachtwei-a764a34a/ : „Nicht vergessen: „Karfreitagsgefecht“ vor 16 Jahren am 2. April 2010 in Afghanistan bei Kunduz: drei Bundeswehrsoldaten fielen, acht wurden verwundet. Seit 2020 finden jährlich K3-Gedenkmärsche statt. Erstmalig führten auch grüne Mitglieder des Verteidigungs-ausschusses und ihre Mitarbeiter:innen einen solchen Gedenkmarsch zum „Wald der Erinnerung“ bei Potsdam durch. Als Veteran des Verteidigungsausschusses nahm ich selbstverständlich teil. Meine Beiträge anlässlich des 10. Jahrestages auf http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display… . Bilder zum Ort des Gefechts, zum Gedenkmarsch, Kranzniederlegung im Wald der Erinnerung, Gedenktafeln und Stelen dort, ein Ehrenhain im PRT Kunduz 2012, heutige 16K3-Gedenkmärsche. Gedenken – Solidarität mit den Hinterbliebenen + Verwundeten – Wertschätzung der Einsatzrückkehrer – und Lernen, Lernen, gerade in der Politik.“

Anregungen zur Neufassung der Krisenleitlinien der Bundesregierung auf www.domainhafen.org

04.04. Vom Ostermarsch Münsterland sehe ich nur die Demo von einigen Hundert im Vorbeilaufen und vorm Münsteraner Rathaus den Abschluss: Auffällig viele Fahnen der DKP, die auch wieder den Lautsprecherwagen stellt, Abschlussrede der Diözesanvorsitzenden von Pax Christ. Sie spricht nur vom „Krieg in de Ukraine“, kein Wort zum Angriffskrieg, zu den ukrainischen Opfern des ständigen Luftterrors, keine Forderung Richtung Putin – aber selbstverständlich Forderung an die Bundesregierung, den US-Angriff auf den Iran zu kritisieren.

08.04. Im Kontext des Beirats Innere Führung / AG Betreuung, Fürsorge + Soziales, geleitet von Dr. Rainer Schubmann und mir, Unterrichtung und Austausch bei der Zentralen Ansprech-, Leit- und Koordinierungsstelle für Menschen, die unter Einsatzfolgen leidenden (ZALK) in der Außenstelle St. Augustin des Bundesamts für Personalmanagement der Bw (BAPersBw Abt. VII).

Zu Beginn erinnere ich an unseren kurz vor Ostern nach schwerer Krankheit gestorbenen Kollegen Klaus Beck. Der langjährige Sekretär des DGB-Bundesvorstandes, seit 2018 Bundessenioren-beauftragte, war seit 1996 – und damit dienstältestes – Mitglied des Beirats. Er war unser verlässliches sozialpolitisches Kompetenzzentrum mit einer enormen Erfahrungsbreite. Er war unser Treiber z.B. bei den Empfehlungen zur Lösung von Problemen Einsatzgeschädigter und ihrer Familien sowie zu ausgeschiedenen Einsatzgeschädigten. Seiner Initiative war zu verdanken, dass wir mehrfach direkte Gespräche mit der verantwortlichen Arbeitsebene PII und PIII auf der Hardthöhe führten und dabei sehr konstruktiv die verschiedenen Perspektiven zusammenbrachten. Klaus engagierte sich andauernd in überragender Weise für die Soldatenmenschen der Bundeswehr, ihre Angehörigen und die Ausgeschiedenen. Er war leidenschaftlich und hartnäckig menschen- und sachorientiert, bewies demokratische Streit- und Kompromissfähigkeit. Mit seinen Ecken und Kanten konnte er unbequem sein. Aber immer blieb er konstruktiv. „Als solch ein Kollege und Kamerad bleibt er uns Ansporn!“

Impulsvortrag von Ltd. Regierungsdirektorin Heike Henjes, die uns aus ihrer früheren langjährigen Tätigkeit im BMVg beim PTBS-Beauftragten sehr vertraut ist, zum Einsatzweiterverwendungs-gesetz und dem Auftrag der ZALK, der Evaluierung des Gesetzes, Einführung eines Reha-Managements für Einsatzgeschädigte:

– Leistungen zur Erreichung der Zielsetzung des EinsWVG

– Aktive Fälle: zzt. 1.207 in Schutzzeit, 677 in Bearbeitung; Neuanträge 2025 333, 2026 bisher 72. Weiterverwendung seit 2007: 343 Berufssoldaten, 32 Zivilbeschäftigte. 82% der Aufnahmen von Einsatzgeschädigten vorrangig wg. psychischer Einsatzschäden.

– Vorstellung der Sachgebiete Koordination Personalführung (1), Medizinische Koordination (2), Koordination Berufliche Qualifizierung (3) und Koordination Psychosoziale Unterstützung (4) durch der Sachgebietsleitenden.

– Das neue Solddatenentschädigungsgesetz seit 01.01.2025.

– Unterstützung bei der Wiedereingliederung Einsatzgeschädigter (UWE)

– Reha-Management: bisher bundesweit zehn Standorte.

(Seit Mitte März) Vorbereitungen für die Feier zu „Winni`s Langstrecke 15.04.1946 – 15.04.2026 – 80 – am 19. April 2026 im A2 am Aasee in Münster

15. April, 00:20 auf www.facebook.com/winfried.nachtwei : „Auf in ein neues Jahrzehnt, mein – ich kann`s kaum glauben – neuntes. Früh ging es mit Langstrecken los: in Nijmegen mit dem Internat. Viertagemarsch, mit Angela. Zwischenstation 2006, dann vor fünf Jahren, Angelas letzte Kreationen & Geburtstagsherzenswünsche. Schließlich einige Begegnungen im letzten Jahr: virtuelle Sitzung der grünen BAG Frieden + Internationales, auf dem Veteranentag, bei Pro Peace, mit Bernhard im Himmelreich, mit Beirat Innere Führung im CH-53, mit Lorenz Hemicker, Andreas + Stefan in der Villa ten Hompel, mit Mitgliedern der vom US-Congress berufenen Afghanistan War Commission, beim WN-Talk zum Wehrdienst, mit AG Bundeswehr beim Operativen Führungskom-mando, mit tollen sekundierten Zivilexperten bei OSZE + EULEX, bei den Grünen in Unna ein Dankpräsent nach Vortrag.“ (65 Likes, 34 Kommentare, 202 Gratulationen gepostet); Auf Linkedin https://www.linkedin.com/in/winfried-winni-nachtwei-a764a34a/ 125 Likes, 32 Kommentare, 5.871 Impressions; auf WhatsApp 13 Glückwünsche; per E-Mail 17; Briefe + Karten über 40.

Auf Einladung von Bernhard und Magdalena festliches Spargelessen bei ihnen in Rheine, zusätzlich gekrönt von Vivaldis „Largo“ von Magdalena auf der Querflöte und einem Fotoalbum, das Bernhard zu unseren gemeinsamen Stationen ab 1974 London bis zu unserer „Viererbande“ 2025 mit vier Seiten zu „HINSEHEN statt WEGSEHEN … und SOLIDARISIEREN“ zur Ukraine zusammengestellt hat, mit Bildern von Magdalena.

16.04. Beirat Innere Führung: Auf Einladung des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, im Kommando Heer in Strausberg mit Brigadegeneral Sascha Zierold Unterrichtung und Aussprache zu den besonderen Vorkommnissen (mutmaßliche Fälle von Rechtsextremismus, sexualisiertem Fehlverhalten, Drogenmissbrauch beim Fallschirmjägerregiment 27 in Zwei-brücken) und zum Aktionsplan Luftlandetruppe.

Einstündiges Interview in Berlin mit Anne-Sylvaine Chassany, Chefreporterin der Financial Times, zur Frage, wie ein Aktivist der Friedensbewegung zu einem Unterstützer von Aufrüstung werden konnte. Veröffentlicht mit einigen Sätzen in der FT am 29.04. „ Germany re-arms: what does it mean for Europe?“von Anne-Sylvaine Chassany / Berlin and Leila Aboud in Paris in , https://www.ft.com/content/4b7c00f6-7b32-416b-a06d-485473068058?accessToken=zwAAAZ3c6IKNkc9LfAD2ezJBa9OgbUhUcwaAWA.MEQCIHsCMct2DJtdjubzOUDvWCcdy9lq7gFsQHRwHDHFrUxgAiA8doGtfeMtcopmm5oEMZ4LgR1NJpjmvtkoDYmd_QK3Fg&segmentId=e95a9ae7-622c-6235-5f87-51e412b47e97&shareId=1450100a-27ca-475d-83e2-6bec4a7804c9&shareType=enterprise&syn-25a6b1a6=1

19.04. ab 12:30 Uhr Feier im A2 am Aasee zu meiner 80-jährigen Langstrecke. Gekommen sind rund 90 geladene Gäste, Angehörige, Nachbarn, langjährige Mitstreiter:innen (seit den 70er und 80er Jahren) und aktuelle Mitstreiter:innen. Die mir seit vielen Jahren nahen Zwillinge sorgen immer wieder für musikalische Schwingungen.

Nach meiner Begrüßung übernimmt Maria Klein-Schmeink, ehem. MdB und meine Nachfolgerin im Wahlkreis Münster, die Moderation.

Es folgen, unterbrochen von den ausgesprochen leckeren Speisen, Redebeiträge

– vom neuen Münsteraner Oberbürgermeister Tilman Fuchs (erstmalig von Seiten der Grünen)

– von Edda Boes-Wenner, mein Freund seit Start der Friedens-AG von GAL/Grünen 1981, mit seiner Präsentation „Winni in der Welt 1946“

– von MdB Sara Nanni, seit 2021 sicherheitspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion (meine Nach-Nach-Nachfolgerin in der Funktion)

– meine spontanen Dankesworte an Karin Völker, langjährige Lokalredakteurin der Westfälischen Nachrichten für mehrere größere Artikel zu meiner Arbeit, insbesondere zur Riga-“Entdeckung“ 1989, zur Münsteraner 16. Panzerdivision, die an der Spitze am deutschen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion durch die Ukraine bis Stalingrad teilnahm …

– von Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes „Villa ten Hompel“

– von Olga Stromberger, Gründerin und Vorsitzende von „YOU ARE. Ukraine-Hilfe aus aller Welt“, kraftvolle Anführerin und Rednerin bei allen Ukraine-Demos und -Kundgebungen in Münster seit 2022

– von mir die Power-Point-gestützte Rede „Irgendwas gelernt? Friedens- und sicherheitspolitische Schlüsselerfahrungen auf meiner kurvenreichen Langstrecke“, 43 Minuten Bemühen um Erfahrungslernen, langanhaltender stehender Applaus.

Eine solche Veranstaltung, mit so viel Zuneigung, Dankbarkeit, Erinnerungen und Ermutigungen, habe ich persönlich noch nicht erlebt. Robert Hülsbusch, Freund (in) der Friedensinitiative Nottuln, hat alle Wort- und musikalischen Beiträge gefilmt und auf https://fi-nottuln.dfg-vk.de/er-gehoert-zu-uns-winni-wird-80/ eingestellt! Ich danke von ganzem Herzen dem rundum hervorragenden A2-Team, den tollen Zwillingen, der souveränen Moderatorin Maria, Tobi Stieb für seine Medienuterstützung, den Rednerinnen und Rednern, alle in ihrer jeweiligen Art facettenreich, persönlich, herzlich, humorvoll, mich tief bewegend. Jörn aus Berlin meint, nach zuletzt vier Beerdigungen sei für ihn die Feier ein „Fest des Lebens“ gewesen. In der Einladung hatte ich um Spenden für den Afghanischen Frauenverein und/oder den Verein „YOU ARE. Ukraine-Hilfe aus aller Welt“ gebeten. Die Spendenentwicklung ist äußerst erfreulich.

Mein Bericht + Rede „Irgendwas gelernt?“ auf https://domainhafen.org/category/friedens-sicherheitspolitik/ ..

21.04. Eröffnung der Wanderausstellung „Wieso seid ihr noch am Leben? Der Holodomor 1932/33: Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot in der Geschichte Europas“ im Fürstenberghaus der Uni Münster. Reden von Prof. Ricarda Vulpius, Mariya Sharko und André Sahorn, dessen Vater aus der Ukraine als Zwangsarbeiter in das Münsterland verschleppt worden war. Etwa vier Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer starben infolge der sowjetischen Zwangskollektivierung, der Beschlagnahme von Getreide und der Abriegelung ganzer Regionen. Der Holodomor („Tod durch Hunger“) zählt zu den größten menschlichen Katastrophen und Verbrechen in Europa im 20. Jahrhundert und ist bis heute auch in Deutschland sehr wenig bekannt. https://www.lmu.de/mhz/de/aktuelles/newsuebersicht/news/wanderausstellung-ueber-den-holodomor-in-der-ukraine-in-muenchen-eroeffnet-8cbe1d23.html Am 25.04. Post zur Ausstellungseröffnung auf www.facebook.com/winfried.nachtwei . Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai in der Münsteraner Uni zu sehen. Ich ergänze: Schon zehn Jahre später tobte der deutsche Angriffs- und Vernichtungs-krieg in der Ukraine. Ihm fielen acht Millionen Menschen, darunter fünf Millionen Zivilisten, davon 1,6 Millionen jüdische Menschen zum Opfer, ein Viertel der Bevölkerung. Wie kann man einem so geschundenen und traumatisierten Volk Überlebenshilfe gegenüber den russischen Angreifern heute verweigern?!“

22.04. Interview mit einer Redaktorin aus dem Berliner Büro der Neuen Zürcher Zeitung vor einem möglichen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormuz: Blick hinter die Kulissen der deutschen Parlamentsbeteiligung angesichts meiner Erfahrungen mit 70 Mandatsentscheidungen und Dauerbeschäftigung mit dem Thema. (vgl. Empfehlungen der Enquete-Kommission Afghanistan).

23.04. Teilnahme an einem Pressegespräch des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Projekt „Junge Botschafter der Erinnerung gesucht“ im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus) in Köln. Diane Tempel-Bornett, Pressesprecherin des Volksbundes, stellt das gemeinsame Projekt von Volksbund / Riga-Komitee und Bethe-Stiftung vor: Gesucht werden per Ausschreibung ( https://www.riga-komitee.eu/riga-fahrt ) 30 junge Menschen aus Städten des Riga-Komitees, die im September für fünf Tage nach Riga fahren, die Orte des NS-Terrors von 1941-44 dort besuchen und darüber als Jugendbotschafter an ihrer Schüler, in Medien etc. berichten. Zur Finanzierung der Reise startet der Volksbund eine Spendensammlung unter den Mitgliedsstädten des Riga-Komitees. Ich schildere die Entstehung und Entwicklung des Deutschen Riga-Komitees seit den 90er Jahren, der langjährige Workcamp-Leiter für Riga Torben das Spezifische der Erinnerungsarbeit an Tatorten. Die seit Jahren in vielen Volksbund-Projekten engagierte Katharina spricht über das Weitertragen von Erinnerung. Seitens der Bethe-Stiftung erläutern der Stifter und Vorsitzende Erich Bethe und das Vorstandsmitglied Dr. Martin Hamburger den Beitrag der Stiftung: Sie wird die Spenden verdoppeln – und dadurch Spendenbereitschaft erhöhen. (Die Bethe-Stiftung unterstützt in dieser Weise in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk/IBB schon länger Gedenkstättenreisen von Jugendlichen: https://bethe-stiftung.org/ . Dem IBB bin ich seit 1988 verbunden.)

25.04. Virtuelle Teilnahme an zwei Streitgesprächen beim heutigen taz lab 2026 „Jetzt mal Tacheles – liebevoll & rabiat“: (a) „Solidarität mit der Ukraine – was heißt das?“ mit Toni Hofreiter, MdB, Ingor Solty, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Artur Weigandt, Autor von „Für euch würde ich kämpfen“ (wenig zur Solidaritätspraxis, Notwendigkeit, aber auch Verweigerung in breiten Teilen der traditionellen „Friedensbewegung“). (b) „Würdest du dienen?“ mit den Reser-vistinnen Annabell Günther, Leocadie Reiners und dem Politik-Influencer Simon D. Dressler (ärgerliche Ton- und Bildstörungen, Cyber-Attacke?). Für Solty wie Dressler ist das politische System der Bundesrepublik nicht verteidigenswert, beide setzen Regierungspolitik und politisches System gleich: Eine Absage an demokratische Wehrhaftigkeit. Aus „linker“ Richtung und völlig geschichtsvergessen kommen sie zu der Position „nicht verteidigenswert“, wie sie auch der rechtsextreme Björn Höcke vertritt.

27.04. Besprechung des Vorbereitungsteams der Villigster Afghanistan-Tagung, die wahrschein-lich Anfang November zum 40. Mal stattfindet, wieder in Berlin und nicht mehr im Rahmen der Evangelischen Akademie Villigt.

28./29.04. Teilnahme am Heidelberger Forum zur Friedensethik, Konsultation zu „Unbemannte Waffen und ihre ethischen Implikationen – Betrachtungen revisted“ an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft/FEST mit Prof. Alexander Fay, OTL i.G. Andreas Rapp, Dr. Elisabeth Hoffberger-Pippan, Prof. Stefan Oeter, D. Oscar Prust, Dr. Nicole Kunkel, Dr. Roger Mielke, Prof. Dierk Spreen (ich bin der einzige aus dem politischen Raum).

28.04. Teilnahme an der virtuellen außerordentlichen Mitgliederversammlung von Pro Peace (vormals ForumZFD) anlässlich des plötzlichen, von außen nicht nachvollziehbaren Ausscheidens des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Alexander Mauz: Bericht des Aufsichtsrates + der verbliebenen Vorständin.

29.04. Teilnahme an der virtuellen Vorstandssitzung von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.: Neue Forschungsergebnisse zu Wählern der AfD; Bundesprogramm „Demokratie leben“, Veränderungen im Bundesprogramm ab 2027 u.a..

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